Ausbildung zum Systemaufsteller

SYSTEMISCHE AUFSTELLUNGSARBEIT UND FAMILIENSTELLEN

 

Ziele der Ausbildung:

 
In unserer Grundausbildung vermitteln wir lebensnahes anwendungsbereites systemisches Wissen in Theorie und Praxis. 

Ziel der Ausbildung ist es, das eigene Blickfeld in Bezug auf systemische Zusammenhänge und Interaktionen zu erweitern. Gleichzeitig wird jeder Teilnehmer der Fortbildung dazu be-fähigt, seinen eigenen „Handwerkskoffer“  mit „systemischen Werkzeugen“ zu bereichern, um diese im persönlichen Umfeld einsetzen zu können. 

Das beinhaltet das Erwerben von „systemischen Erfahrungen“ und Erkenntnissen sowie die die Möglichkeit, diese auch in Ihren Berufsalltag und in Ihre persönliche Arbeitsweise zu integrieren. 

Gleichzeitig legen wir viel Wert auf eine achtsame, wertschätzende und lösungsorientiert-klare Haltung und Arbeitsweise des Systemaufstellers den betreffenden Menschen sowie dem jeweiligen System gegenüber.  

Ziel der Fortbildung ist es auch, sowohl die intuitiven und empathischen Fähigkeiten der Teil-nehmer zu stärken als auch die Fähigkeit, klar eigene Grenzen und Grenzen der systemischen Arbeit zu erkennen. Sowohl das eigene Gewahrsein als auch die eigene Wahrnehmung wer-den geschult. Das befähigt die Teilnehmer, zu beobachten und angemessen reagieren zu kön-nen.

Wir arbeiten mit einer Vielfalt an integrativen Methoden und nutzen die Möglichkeit der Ar-beit in Kleingruppen. 

Besonderheiten dieser Ausbildung sind das Einbeziehen von Klängen (Musik) und Bewegung sowie verschiedener Rituale in die systemische Arbeit.

Wir nutzen gerne die Möglichkeit einer ganzheitlichen erleb- und erfahrbaren Art der Wis-sensvermittlung. Das Lernen in der Ausbildungsgruppe lebt vom Erfahrungsaustausch und einem wertschätzenden Feedback untereinander.

Die Ausbildung zum Systemaufsteller richtet sich an alle Menschen, die im weitesten Sinne  mit Menschen arbeiten und denen im persönlichen oder/und  im beruflichen Umfeld systemisches Wissen und Handeln Nutzen bringen kann.

Von dieser Ausbildung profitieren Menschen in beratenden oder begleitenden Berufen wie z.B. Ärzte und Ärztinnen, TherapeutInnen, HeilerInnen, juristische Berufsgruppen, PädagogInnen, ErzieherInnen und Privatpersonen, die im beruflichen oder familiären Kontext klar Dynamiken erkennen und Wege zum Lösen von Konflikten finden möchten.
 
 

Die Grundausbildung umfasst:

 
Ausbildung in Theorie und Praxis und Vorraussetzung für den Abschluss: 

  • 24 Seminartage mit insgesamt 176 Ausbildungsstunden (Zeitstunden)
  • Teilnahme an 4 Tagesworkshops Systemische Aufstellungen
  • Dokumentation von drei Fremdaufstellungen im Tagesworkshop
  • Durchführung und Dokumentation einer Eigenaufstellung in der Ausbildungsgruppe
  • Durchführung einer supervidierten Eigenaufstellung 

 

Inhalte der Grundausbildung:

 

Modul 1

  • Einführung in die systemische Arbeit
  • Theoretische Grundlagen, Grundhaltungen in der systemischen Arbeit
  • Ordnungen in Familiensystemen

In diesem Modul werden die Teilnehmer der Ausbildung in die theoretischen Grundlagen der systemischen Arbeit eingeführt. Systeme folgen bestimmten „Ordnungen“. Geraten diese „Ordnungen“ durcheinander, entstehen Verstrickungen, aus denen Konflikte in Familien, Teams oder z.B. körperlichen Systemen erwachsen können. Wann, wie und wodurch entstehen Verstrickungen? Weshalb tragen Nachgeborene Lasten von Vorgeborenen? Wie kommt es, dass sich Ereignisse in mehreren aufeinanderfolgenden Generationen wiederholen? Systemische Begrifflichkeiten werden praxisnah erläutert, Ursachen und Folgen von „Verstrickungen“ in Systemen erklärt und erfahren.

Voraussetzung für erfolgreiche systemische Arbeit ist die Grundhaltung des Systemaufstel-lers/ der Systemaufstellerin. Die Achtung  und Wahrung von Grenzen durch den Aufstellen-den ist wesentlich für das Gelingen. Gute Lösungen können sich einstellen, wenn nah am Anliegen des Klienten gearbeitet wird. Deutungen sollen vermieden werden.
 

Modul 2

  • Gesprächsführung, Fragetechniken und Klärung des Anliegens
  • Wahrnehmen, gewahr sein und beobachten in der Aufstellungsarbeit      
  • Körpersignale erkennen

Ausgangspunkt der systemischen Aufstellung ist das Finden des Anliegens des Klienten. Mittels sokratischer Gesprächsführung/ Fragetechniken lernen die Teilnehmer, das Anliegen so konkret wie möglich zu erarbeiten. Die Fähigkeit des „Querdenkens“ ermöglicht kreative Arbeitsprozesse. 

Lösungsorientierte Aufstellungsarbeit setzt eine geschulte Wahrnehmung des Aufstellers voraus. Seiner selbst gewahr zu sein, ist die Voraussetzung für das „Pendeln“ zwischen distanziertem Beobachten und mehr oder weniger engem Begleiten des Prozesses der Stellvertreter in der Aufstellung. Die Teilnehmer erlernen und üben das Wahrnehmen von Körpersignalen und deren kleine feine Veränderungen. Diese führen uns „signalgebend“ durch den Aufstellungsprozess.
 

Modul 3

  • Arbeit im eigenen Herkunftssystem
  • Genogrammarbeit, Fotogenogramm, Familiengeschichte, Lebensbaum

Die Arbeit am und im eigenen Herkunftssystem sowie die Erstellung eines Genogramms sind sinnvolle Voraussetzungen für das Verständnis der Theorie hinter der praktischen familien-systemischen Arbeit. Mit dem Genogramm können Dynamiken, Wiederholungen u.a. erkannt werden. Die Beschäftigung mit dem Herkunftssystem kann bereits Prozesse in Bewegung setzen. 

Die Teilnehmer erstellen ein Genogramm des eigenen Herkunftssystems und werden angeregt, sich kreativ der Familiengeschichte ihrer Herkunftsfamilie zuzuwenden.
 

Modul 4

  • Aufstellungen mit 3 und mehr Elementen 
  • Dynamiken in Gegenwarts- und Herkunftsfamilien

Die Teilnehmer erlernen und üben die praktische Aufstellungsarbeit mit 3 und mehr Elementen. Sie lernen die qualitativen Unterschiede zwischen einer eng reduzierten und einer geweiteten, mehr als 3 Elemente einbeziehenden Arbeitsweise kennen.

Das bereits Erlernte wird hier angewandt, Dynamiken in Gegenwarts- und Herkunftsfamilien werden durch Stellvertreter räumlich sichtbar und erlebbar gemacht. 
 

Modul 5

  • Formen der Einzelarbeit
  • Stuhl- und Bodenankerarbeit

Die Formen der systemischen Einzelarbeit eignen sich hervorragend zum Finden von Lösungen, wenn keine Stellvertreter zur Verfügung stehen oder die Arbeit mit Stellvertretern nicht gewünscht bzw. angezeigt ist. 

Die Teilnehmer erlernen und üben die Arbeit mit Bodenankern und Gegenständen wie z.B. Stühlen, Decken, Steinen o.ä. 
 

Modul 6

  • Formen der Einzelarbeit
  • Familien- und Systembrett
  • Weitere kreative Möglichkeiten der Einzelarbeit

Die Formen der systemischen Einzelarbeit eignen sich hervorragend zum Finden von Lösungen, wenn keine Stellvertreter zur Verfügung stehen oder die Arbeit mit Stellvertretern nicht gewünscht bzw. angezeigt ist. 

Darüber hinaus wird die Arbeit mit dem Systembrett in unterschiedlichen Ausprägungen erlernt und geübt.
 

Modul 7

  • Allgemeine Grundlagen zu Bindung und Trauma in Systemen
  • Bindung, Bindungsabriss und Bindungsstörung
  • Familiäre und kollektive Traumata in der systemischen Arbeit
  • Grenzen der systemischen Aufstellungsarbeit 

Vermittelt werden theoretische Grundlagen zum Thema Bindung und Trauma. Bindungsstörungen, Bindungsabrisse sowie persönliche, familiäre, transgenerationale sowie kollektive Traumata hinterlassen einen Abdruck in Familiensystemen und oft Narben über mehrere Generationen.   

Deren Einfluss auf innerfamiliäre Dynamiken zu erkennen und die Teilnehmer in die Lage zu versetzen, achtsam und sichere zu handeln, ist Ziel dieses Moduls.

Traumata können eher selten allein mit Aufstellungsarbeit „entschärft“, d.h. integriert wer-den. Werden sie in einer Aufstellung sichtbar, ist kompetentes Sichern des Systems notwendig. 

Besonders  in diesem Bereich liegen deutliche Grenzen der Aufstellungsarbeit. Diese den Teilnehmern zu vermitteln, ist Ziel der Vermittlung dieses Wissens.
 

Modul 8

  • Rituale als wesentlicher Bestandteil des Lebens
  • Lösungsrituale in der systemischen Aufstellungsarbeit
  • Zertifikatsverleihung und Abschluss 

Rituale sind ein wesentlicher Bestandteil unseres Alltags und sind durch ihren wiederkehrenden Charakter definiert.  Rituale schaffen Struktur, vermitteln dadurch Sicherheit und geben Halt. Sie können unser Leben „rund“ machen und uns dadurch ein Gefühl von Selbstwirksamkeit geben, 

In der Aufstellungsarbeit ermöglichen sie außerdem das Lösen von Verstrickungen in Systemen.   

 

Termine6 Module je 3 Tage, jeweils Freitag bis Sonntag (Beginn Freitag: 10.00 Uhr, Ende Sonntag: 15.00 Uhr)

Modul 1: 18. bis 20.09.2020
Modul 2: 20. bis 22.11.2020
Modul 3: 22. bis 24.01.2021
Modul 4: 26. bis 28.03.2021
Modul 5: 25. bis 27.06.2021
Modul 6: 24. bis 26.09.2021
Modul 7: 05. bis 07.11.2021
Modul 8: 04. bis 06.02.2022
Erforderliche
Vorkenntnisse
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
TeilnehmerzahlMindestens 10 Teilnehmer
Höchstens 16 Teilnehmer
KostenEinschreibegebühr: einmalig 80,00 Euro
Je Modul 345,00 Euro zuzüglich Verpflegung und ggf. Übernachtung
Gesamtpreis Ausbildung: 2.840,00 Euro
Nutzen Sie die Förderung
DozentenJörg Schmidt (zerti›zierter Systemaufsteller (DISA) mit Lehrbefugnis,
DanseVita-Lehrer (Tanz- und Bewegung, DanseVita Institut M.Hotz))

Ines Schmidt (HP Psychotherapie, Traumatherapeutin in eigener Praxis,
Ausbildung im ZPTN Lutz Ulrich Besser (Screentechnik), Dr. Mervin R.
Smucker( IRRT), Olive)
OrtInes und Jörg Schmidt, Schulstraße 16, 09235 Burkhardtsdorf

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Ticket-Typ Preis Plätze
Ausbildung zum Systemaufsteller 2020 €2.840,00