Antwort: Bei Interpersonelle Psychotherapie werden unterschiedliche Psychotherapieverfahren gemixt (Psychodynamische, VT und Gesprächspsychotherapie). Sie geht davon aus, dass gestörte zwischenmenschliche Beziehungen einen erheblichen Einfluss auf die Entstehung von psychischen Krankheiten haben und dass der Patient, wenn er wieder gesund werden will, etwas an den Beziehungen in seinem sozialen Umfeld ändern sollte.
Praktisch läuft die Interpersonelle Psychotherapie in 4 Schritten ab: 1. initiale Phase (2-3 Sitzungen, Situation wird analysiert), 2. (9 Sitzungen, es werden Emotionen verarbeitet (z.B. Trauer) und alternative Verhaltensstrategien erlernt), Beendigungsphase (3 Sitzungen, die Therapie wird „ausgeschlichen“), 4. oft schließt sich noch eine Erhaltungsphase an (13 Sitzungen, hier wird das Erlernte noch einmal stabilisiert, damit es nicht zu Rückfällen kommt).
Die Interpersonelle Psychotherapie gilt (da nur 30 Sitzungen), als Kurzzeittherapie und wurde zur Therapie von Depressionen entwickelt. Die positive Wirkung ist mittlerweile auch wissenschaftlich gut belegt und die Therapie ist auch anerkannt. Außerdem wird sie bei Bipolaren Störungen, Essstörungen und PTBS erfolgreich eingesetzt.